Führung der Berufsbezeichnung

Mit der Eintragung in die von der Architektenkammer geführten Architekten- und Stadtplanerliste der jeweiligen Fachrichtung wird die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung "Architekt/in" oder "Landschaftsarchitekt/in" oder "Innenarchitekt/in" oder Stadtplaner/in" erworben.

Gemäß § 2 Hamburgisches Architektengesetz (HmbArchG) darf die Berufsbezeichnung „Architektin“ oder „Architekt“, „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“, „Landschaftsarchitektin“ oder „Landschaftsarchitekt“ oder „Stadtplanerin“ oder „Stadtplaner“ darf nur führen, wer unter dieser Bezeichnung in die Architektenliste oder in die Stadtplanerliste (§ 3 HmbArchG) eingetragen ist. Jede dieser Berufsbezeichnungen bedarf einer besonderen Eintragung.

Die Berufsbezeichnung mit dem Zusatz „freischaffend“ darf nur führen, wer mit diesem Zusatz in die Architektenliste oder in die Stadtplanerliste eingetragen ist und sich den Berufsaufgaben eigenverantwortlich und unabhängig widmet und nicht baugewerblich tätig ist. Eigenverantwortlich handelt, wer seine berufliche Tätigkeit unmittelbar selbständig alleine, mit anderen freiberuflich Tätigen oder als Inhaberin oder Inhaber in einer Gesellschaft nach § 10 HmbArchG ausübt. Unabhängig tätig ist, wer bei der Ausübung der Berufstätigkeit weder eigene Produktions-, Handels- oder Lieferinteressen hat noch fremde Interessen dieser Art vertritt oder zu vertreten verpflichtet ist, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen.

Auch Wortverbindungen mit den Berufsbezeichnungen oder ähnliche Bezeichnungen (z.B. Architektur) darf, auch in fremdsprachlicher Übersetzung (z.B. Architecture), nur verwenden, wer berechtigt ist, die entsprechende Berufsbezeichnung zu führen.

Wer vorsätzlich oder fahrlässig unbefugt eine der nach Architektengesetz geschützten Berufsbezeichnungen führt oder führen lässt oder eine Wortverbindung oder ähnliche Bezeichnung verwendet oder verwenden lässt handelt ordnungswidrig. Eine solche Ordnungswidrigkeit kann mit einer  einer Geldbuße bis zu 15.000,- Euro, bei Gesellschaften bis zu 25.000,- Euro geahndet werden.