Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK252.50P

Projektkommunikation im Zeitalter von Digitalisierung und KI gestalten

Freitag, 14. November 2025
9.30 bis 17.00 Uhr

Präsenz Seminar

max. 12 Teilnehmer*innen

Referentin

Antje Weber
Dozentin, Psychotherapeutin, Torgau

Umfang

8 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 185,00 €

Gäste 260,00 €

Ermäßigt 90,00 €

ExG 90,00 €

 

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer KdöR
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Mit stetig fortschreitender Digitalisierung und den einschneidenden Veränderungen aufgrund des Einsatzes von künstlicher Intelligenz verändern sich Arbeits- und Organisationsprozesse maßgeblich. Dies erfordert ein Umdenken hinsichtlich kommunikativer Prozesse in interdisziplinären Projekten.
Der digitale Planaustausch, das Arbeiten mit digitalen Modellen und neuer Software sind die Herausforderungen der Zeit, während sich gleichzeitig neue Berufs- und Leistungsbilder entwickeln. Für Werkzeuge wie BIM (Building Information Modeling), Teams, Zoom etc. werden Fachkenntnisse benötigt, Mitarbeiter*innen müssen motiviert und dabei unterstützt werden, sich den neuen Gegebenheiten aktiv anzunähern.
Wahrnehmung und Kommunikation werden im Kontrast zum analogen Arbeitsumfeld neu erfahren und verändert. Gewohnte und gelernte Marker in Bezug auf das Lesen sozialer Situationen fallen weg oder verändern ihre Gestalt derartig, dass bestehende Merkmale und Annahmen hinsichtlich der Einschätzung des Gegenübers nicht mehr greifen. Darüber hinaus verändert sich die Geschwindigkeit kommunikativer und inhaltlicher Strukturen. Dies führt nicht selten zur neuronalen Überlastung und damit einhergehenden Persönlichkeitsveränderungen.

Im Seminar erlernen Sie die Grundlagen unterschiedlicher Persönlichkeits- und
Kommunikationsstile, neue Reaktionsmuster und Strategien insbesondere in Hinblick auf schwierige verbale und nonverbale Interaktionen, immer bezogen auf den Wechsel zwischen digitalem und analogem Arbeitsumfeld.
Das Seminar behandelt das Spannungsfeld von fortschreitender Digitalisierung, KI und analoger Sozialisation. Es werden die Erkenntnisse der Neuroökonomie und der Kommunikations- und Persönlichkeitspsychologie auf konkrete und herausfordernde soziale Situation übertragen und mittels angewandter Techniken in den Digitalisierungsprozess integriert.

Die Veränderung der Kommunikation im digitalen Raum und mit KI erfordert eine spezifische Anpassungsleistung aller Beteiligten und hat unmittelbare Auswirkung auf menschliche Motivationskomplexe, Emotionen und die Zusammenarbeit.
Insbesondere der konstruktive Umgang mit schwierigen oder überforderten Menschen kann den Erfolg eines Projektes maßgeblich positiv beeinflussen.

Da Entscheidungen immer auch auf innerpsychischen Prozessen basieren, ist es das Ziel des Kurses, im Kontext ökonomischer Entscheidungen, neuropsychologische Erkenntnisse zu vermitteln, zu erkennen und daraus abgeleitete Interventionen anzuwenden. Dazu gehören auch Methoden zur Stress- und Spannungsreduktion.
Soziale Fähigkeiten wie Perspektivübernahme, Kooperation und Prosoziales Verhalten sind auch auf den digitalen Raum anwendbar und erlernbar.

Inhalte
● Praxiswissen/Überblick
● der digitale Mensch
● digitale Interaktionsmuster
● Persönlichkeitspsychologie und Kommunikationsstile im digitalen und analogen Raum
● Zeitmanagement und neuronale Netzwerke bei ständiger Verfügbarkeit, Unruhe und Spannung reduzieren
● Neuroökonomie und die Grundlagen prosozialen Verhaltens im Spannungsfeld Mensch und Digitalisierung
● Motivationskomplexe und Emotionen bei der Entscheidungsfindung verstehen und auf das digitale Arbeitsumfeld übertragen
● veränderte Grundlagen der Gesprächsführung im digitalen Raum
Kooperation und Impulskontrolle
● unterschiedliche Persönlichkeitsstile verstehen und den Umgang mit herausfordernden Menschen gestalten