Architekturwerkstatt - Lehrerfortbildung in der Architektenkammer

Die Architekturwerkstatt ist eine Lehrerfortbildung mit dem Angebot, interessierten Lehrern und Lehrerinnen die Potenziale aufzuzeigen, die in der Beschäftigung mit Architektur, Stadt- und Freiraumplanung liegen. Mit der Vermittlung von fundiertem Elementarwissen und praxisorientierten Lernangeboten werden sowohl inhaltliche als auch didaktische Angebote geschaffen, wie architektonische und städtebauliche Themenstellungen anschaulich und kreativ in den Unterricht übersetzt werden können. Es gibt Angebote für Grundschulen und für das Fach Kunst im Sekundarbereich I und II für alle Schulformen. 

Die Fortbildungsseminare finden im halbjährigen Rhythmus statt und entstehen in enger Zusammenarbeit und in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg.

Das Programm im Spätsommer/Herbst 2018:

 

Seminar: Das BAUHAUS wird 100 – was heißt denn hier modern?

Mit der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar vor 100 Jahren sollte sich Wegweisendes entwickeln. Es war ein Aufbruch in eine neue Zeit, deren Impulse bis ins Heute hineinwirken. An vielen Orten spiegeln Zeugnisse des Städtebaus, der Architektur, der Kunst und des Designs die Zeit der Moderne. Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhauses im Jahre 2019 nimmt auch Hamburg, erst kürzlich von dem Kuratorium des Bauhauses als 11. Bundesland aufgenommen, an den Feierlichkeiten teil.
In diesem Theorieseminar werden wir uns zum einen mit der Gründungsphase dieser Bewegung beschäftigen, aber auch der Frage nachgehen, welche Relevanz das Bauhaus in der heutigen Zeit noch immer hat. Auch in Hamburg hat die Moderne ihre architektonischen und städtebaulichen Spuren hinterlassen. Fritz Schumacher, der damalige Oberdirektor, wie auch Gustav Oelsner, Bausenator in Altona begegneten dem damaligen Druck auf dem Markt des Massenwohnungsbaus mit klugen städtebaulichen Konzepten. Und in der Architektur vertrat allen voran mit seinen herausragenden (Wohn)bauten der Architekt Karl Schneider diese neue moderne Haltung.

Seminarleitung: Susanne Szepanski
Termin: Dienstag, 4. September 2018, 16.00 bis 19.00 Uhr
Ort: Hamburgischen Architektenkammer
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über das TIS-Portal (Landesinstitut) erforderlich.

Fahrradexkursion: Die Moderne in Hamburg - eine Radtour von Barmbek nach Winterhude

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des BAUHAUSES wollen wir uns mit der Moderne in Hamburg beschäftigen. Die Zeit des Aufbruches und des Neubeginns nach dem 1. Weltkrieg hat die Moderne auch in Hamburg ihre architektonischen und städtebaulichen Spuren hinterlassen. Unter der Ägide des damaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher sind in den 1920er Jahren zahlreiche Stadtteilsiedlungen entstanden, die sich durch neue Städtebaukonzepte und fortschrittliche Wohnungsbauten auszeichnen. Unsere Fahrradexkursion führt uns einmal quer durch die Stadtteile Barmbek und Winterhude. Die Radtour startet in Dulsberg, einer Siedlung, bei der alle führenden Architekten Hamburgs der damaligen Zeit an der Planung der neuen Wohnbauten beteiligt waren. Dort wird der Fokus besonders auf den Laubenganghäusern der Gebrüder Frank und die von Fritz Schumacher errichteten Zeilenbauten liegen. Die nächste Etappe führt uns nach Barmbek Nord zum Wohnhausblock am Habichtsplatz. Dort gelang es Karl Schneider gemeinsam mit den Architekten Berg und Paaschel durch eine geschickte Gebäudekomposition der schwierigen städtebaulichen Situation zu begegnen und dem Habichtsplatz eine räumliche Fassung zu geben. Nach einem Abstecher durch den südlichen Teil des Stadtparks gelangen wir ins Wohnquartier Jarrestadt zur letzten großen Siedlung unserer Tour. Hier interessieren uns insbesondere die Zeilenbauten entlang des Wiesendamms und der zentrale Block von Karl Schneider in der Mitte des Quartiers.

Veranstaltungsleitung: Susanne Szepanski
Termin: Samstag, 8. September, 10.00 – 13.00 Uhr
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über das TIS-Portal (Landesinstitut) erforderlich

Exkursion: HafenCity Ost

Viele Quartiere der HafenCity in Hamburg sind ihren Kinderschuhen entwachsen. Fast 2000 Menschen leben bereits im neuen Stadtteil an der Elbe. Die Freiräume und Plätze erfreuen sich aufgrund der vielen Kultur- und Freizeitangebote großer Beliebtheit. Im Westen bildet die Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A einen fulminanten Auftakt der HafenCity. Und das gerade erst neu erschlossene Quartier an den Elbbrücken wird den Abschluss des 157 ha großen Areals im Osten bilden. Dieses Gebiet zwischen Speicherstadt und Elbbrücken bildet den Schwerpunkt unserer Exkursion. Unsere Tour startet am Chilehaus im Kontorhausviertel und führt uns über die Ericusspitze vorbei an Deichtorhallen und Spiegelhochhaus hinein in die HafenCity. Das spannende Kreativquartier, der Lohsepark, die ersten Baustellen am Baakenhafen sowie die neue Hafencity Universität werden unsere Stationen sein.
Die Exkursion bietet Ihnen einen Einblick in die historische wie auch in die aktuelle Stadtentwicklung der HafenCity vom Industriestandort zu einem lebendigen und urbanen Stadtquartier in Nachbarschaft zur Speicherstadt, zum Kontorhausviertel und zur Innenstadt. Wir werden uns eingehend mit dem „Bauen am Wasser“ im Hinblick auf die architektonische Gestaltung unter Sicherstellung des wichtigen Hochwasserschutzes beschäftigen und uns interessante Baugemeinschaftsprojekte als Alternative zum herkömmlichen Wohnungsbau anschauen.

Veranstaltungsleitung: Susanne Szepanski
Termin: Samstag, 15. September 2018, 10.00 bis 13.00 Uhr
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über das TIS-Portal (Landesinstitut) erforderlich

Praxisseminar:  Planungsinstrumente und Modellbautechniken

Pläne und Modelle sind die Instrumente, mit denen sich Architektur ausdrücken und erklären lässt. In der Architektur und im Städtebau sind Planungsinstrumente unerlässlich. Neben Grundrisszeichnungen und Baumodellen gehören auch weitere Regelwerke wie Flächennutzungspläne, Bebauungspläne, Landesbauordnungen und Baunormen zum Repertoire. Daher stellt ein Grundverständnis und Kenntnisse darüber wichtige Voraussetzungen dar, mit diesen Instrumenten auch umzugehen.

Das Praxisseminar gibt einen Überblick über die wesentlichen Planungsinstrumente und bietet anhand viele praktische Übungen Einblicke darin:
a) wie man beispielsweise Pläne lesen lernt und diese auch erstellt
b) den richtigen Maßstab für eine bestimmte Aufgabe wählt
c) wie ein Raumprogramm erstellt wird und
d) welche Modellbautechniken sich mit welchen Materialien am besten eignen.

Seminarleitung: Susanne Szepanski
Termin: Samstag, 27. Oktober 2018, 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Werkstattraum Kunst, Am Hartsprung
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung über das TIS-Portal (Landesinstitut) erforderlich