Anlässlich eines Leserbriefes im Hamburger Abendblatt stellen wir klar, dass die Hamburgische Architektenkammer anders als in dem Leserbrief angenommen das Verfahren zum Neubau einer Oper in der HafenCity nicht genehmigt hat. Vielmehr haben wir am 11. Juni 2025 in einer Presseerklärung kritische Positionen zu dem Vertrag zwischen der Kühne-Stiftung und der Stadt Hamburg über den Neubau eines Opernhauses formuliert und uns für einen echten Wettbewerb nach RPW ausgesprochen und die misslichen Aspekte im Vertrag und Verfahren angesprochen.
Die Stellungnahme lesen Sie hier.
Zudem hat Karin Loosen (die Präsidentin der Kammer) auf einer Podiumsdiskussion der Patriotischen Gesellschaft zum Projekt Neubau Staatsoper moniert, es fehle an Transparenz bei der Ideenentwicklung und im Verfahren, an frühzeitiger Beteiligung der Hamburgerinnen und Hamburger sowie an einem RPW-konformen, fairen Architekturwettbewerb. Die Stadt könne und dürfe ihre baukulturelle Verantwortung nicht damit kleinreden, dass der Bauherr eine private Stiftung sei, denn das Gebäude gehe in das Eigentum der Stadt über und werde auch von ihr betrieben. Zudem kritisierte Frau Loosen, dass es bislang keine belastbaren Aussagen darüber gebe, wie der denkmalgeschützte, aber sanierungsbedürftige Altbau der Staatsoper erhalten, modernisiert und neu genutzt werden soll. Dies sei nicht nur eine denkmalpflegerische und kulturelle Frage, sondern auch eine nach der Rolle und Zukunft der Hamburger Innenstadt insgesamt.
Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist hier zu sehen.