→ Grußwort der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum bundesweiten Tag der Architektur 2022
→ Gemeinsames Grußwort der Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer und des Präsidenten der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2022 in Hamburg

Grußwort der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum bundesweiten Tag der Architektur 2022

Der jährlich stattfindende Tag der Architektur bietet der breiten Öffentlichkeit bundesweit die einzigartige Gelegenheit über ein Wochenende lang vielfältige Architektur-, Garten- oder landschaftliche Projekte näher kennenzulernen, zu besichtigen und sich vor Ort im Gespräch mit Vertretern der Planungsbüros der Bauherren oder Nutzer zu informieren. Durch die Präsentation unterschiedlichster Projekte wird nicht nur deren gestalterische Qualität verdeutlicht, sondern auch die Aspekte der Nachhaltigkeit, der Ressourcenschonung und der Kreislaufwirtschaft, die zunehmend einen integralen Bestandteil beim Bau und Betrieb ausmachen, demonstriert. Die Unterstützung und Förderung von klimaschützendem, nachhaltigem und gleichzeitig bezahlbarem Bauen ist ein zentrales Anliegen meines Ministeriums, dass diese Aufgaben konzentriert angeht. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Gebäudebestand einerseits als unser baukulturelles Erbe aber auch als materielle Ressource. Diesen gilt es in seiner Vielfältigkeit zu pflegen und weiterzuentwickeln angesichts sich weiter ausdifferenzierender gesellschaftlicher Bedürfnisse an Wohnen, Arbeit und Freizeit.

Einen wichtigen Schritt bildet die am 16. März dieses Jahres in Kraft getretene Verwaltungsvereinbarung über den sozialen Wohnungsbau 2022, mit der der Bund den Ländern Bundesfinanzhilfen in Höhe von 1 Milliarde Euro für das Programmjahr 2022 bereitstellt. Darüber hinaus stellt der Bund den Ländern – in Umsetzung des am 23. Juni 2021 beschlossenen Klimaschutz-Sofortprogramms 2022 – zusätzlich eine Milliarde Euro Bundesfinanzhilfen für den energetisch hochwertigen Neubau und die energetische Sanierung von Sozialwohnungen bereit.

Mit den zusätzlichen Mitteln soll ein Beitrag zur Vereinbarkeit von Klimaschutz und bezahlbarem Wohnen geleistet werden. Im Zeitraum 2022 bis 2026 sind somit insgesamt 14,5 Milliarden Euro Bundesfinanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen.

Um bezahlbaren Wohnraum in Deutschland dauerhaft zu sichern, müssen die Kräfte und das Engagement aller Akteure aus Bund, Ländern und Kommunen, aus der Bau- und Wohnungswirtschaft und aus der Zivilgesellschaft gebündelt werden. Zentrale Kooperationspartner sind dabei insbesondere auch die planenden Berufe in deren Aufgabenfeldern und tagtäglichen Arbeit sich die Auswirkungen des Klimawandels, der demographischen, sozialen und weltpolitischen Entwicklungen unmittelbar widerspiegeln.

Mit ihrer Arbeit, ihrem Fachwissen und ihrer gestalterischen Kreativität tragen die Planerinnen und Planer ganz wesentlich zur Realisierung unserer bau- und wohnungspolitischen Ziele bei.

Der Tag der Architektur gibt wichtige Denkanstöße, es werden Ansätze für die Wertschätzung des Vorhandenen und für Mitgestaltungsmöglichkeiten an unserer geplanten und gebauten Zukunft gezeigt. Ich wünsche dem Tag der Architektur und allen Mitwirkenden, dass die Vermittlung des Wertes lebenswerter und qualitätsvoll gestalteter Räume auf großes Interesse in der Bevölkerung stößt.

Klara Geywitz
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Gemeinsames Grußwort der Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer und des Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2022 in Hamburg

Wir freuen uns sehr, Ihnen in diesem Jahr erstmalig den Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst in Hamburg mit einem Programmteil präsentieren zu können, welcher sich exklusiv an ein junges Publikum richtet. Zweimal hat die Pandemie uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch nun ist es endlich so weit: In der neuen Rubrik PROJEKTOR laden elf Architektur- und Ingenieurbüros Kinder und Jugendliche ein, Architektur und Ingenieurbaukunst an deren Entstehungsorten mit den Planer*innen gemeinsam zu erleben und selbst zu machen. Workshops, Vorträge, Führungen… Jedes der Angebote ist anders und aus den Büros heraus für die jungen Leute entwickelt worden.

Wir sind der Überzeugung, mit dem Format PROJEKTOR bestens zum diesjährigen bundesweiten Motto zum Tag der Architektur „Architektur baut Zukunft“ beizutragen. Ist es doch gerade die junge Generation, die vehement an unsere gemeinsame Verantwortung für unsere Zukunft appelliert. Zukunft wird es nicht auf Probe geben. Uns ist bewusst, dass der Bausektor hier besonders gefordert ist, innovative und nachhaltigere Strategien zu entwickeln.
Mit PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute möchten wir mit der Generation, die so mutig und engagiert ist, in den unmittelbaren Dialog treten, ihnen unsere Denk- und Arbeitsansätze vorstellen und gemeinsam Spaß am Planen, Konstruieren, Bauen haben.

An wirklich alle Generationen richtet sich das umfangreiche Angebot an Projektführungen und Touren. Wir laden Sie ein: Erleben Sie mit uns Architektur, Stadtplanung und Ingenieurbaukunst aus erster Hand und an den Projekten selbst präsentiert.

Karin Loosen
Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer

Peter Bahnsen
Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau

Teilnahmebedingungen und Anmeldeverfahren

Die Teilnahme an allen Führungen zu den Projekten, an allen Touren sowie an den Veranstaltungen im Rahmen von PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute ist kostenlos. Wir bitten Sie allerdings um Einhaltung der geschilderten Abläufe und Teilnahmebedingungen.

Eine Haftung durch die Hamburgische Architektenkammer, die Hamburgische Ingenieurkammer-Bau, die beteiligten Architektur-, Stadtplanungs- und Ingenieurbüros oder die Guides für Schäden, die im Zusammenhang mit der Durchführung und Organisation der Führungen, Touren und Veranstaltungen stehen, ist ausgeschlossen, es sei denn, diese sind auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Kammern, Büros und Guides zurückzuführen. Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Personenschäden.

Führungen Projekte

Die Teilnahme an den Führungen zu den Projekten erfordert keine Anmeldung, mit Ausnahme der Führungen 12 und 63. Anmeldungen sind ausschließlich über die Website www.tda-hamburg.de möglich. Alle Führungen starten ausschließlich zu den im Programm ausgewiesenen Zeiten. Eine Besichtigung der Gebäude außerhalb der Führungen ist nicht möglich. Für die Führungen in einigen Projekten gelten besondere Bedingungen. Hinweise dazu finden Sie unter dem jeweiligen Eintrag.

Die spezifischen Situationen vor Ort machen Begrenzungen der Gruppengrößen erforderlich. Eine Teilnahme wird deswegen ausdrücklich nicht garantiert. Für die Führungen 36, 61 und 62 ist eine Anmeldung nicht zwingend, wir empfehlen diese jedoch, wenn Sie ganz sichergehen möchten, einen Platz zu bekommen. Die Architektur-, Stadtplanungs- und Ingenieurbüros führen die Programme vor Ort in Eigenregie durch. Bitte akzeptieren Sie deren Vorgaben.

Touren

Die Teilnahme an den geführten Touren erfordert eine Anmeldung über die Website www.tda-hamburg.de.

Anmeldung

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass pro Person max. zwei Teilnehmer*innen pro Führung/Tour angemeldet werden können. Ist Ihre Anmeldung erfolgreich, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Angaben zum Ausgangspunkt der von Ihnen gewünschten Führung/Tour. Bitte bringen Sie die Bestätigung ausgedruckt oder digital zum Treffpunkt mit, und zeigen Sie diese gegebenenfalls auf Nachfrage vor.

PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute

In der Rubrik PROJEKTOR können einige Veranstaltungen ohne Anmeldung besucht werden, für andere wiederum ist eine Anmeldung erforderlich. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung zwar nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen, wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie (für Ihr Kind/Ihre Kinder) einen freien Platz bekommen. Hinweise dazu entnehmen Sie bitte den jeweiligen Veranstaltungseinträgen. Ist Ihre Anmeldung erfolgreich, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Wir bitten alle Kinder und Jugendlichen darum, die Bestätigung ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitzubringen und dort gegebenenfalls auf Nachfrage vorzuzeigen.

Corona

Alle Führungen, Touren und Veranstaltungen im Rahmen des Programms zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2022 werden nach Maßgabe der am 25. und 26. Juni 2022 geltenden Hamburger Corona-Verordnung durchgeführt. Über Änderungen der Abläufe und Teilnahmebedingungen informieren wir Sie gegebenenfalls über unsere Website www.tda-hamburg.de.

Änderungen, Absagen, Haftung

Auch bei aller Sorgfalt in der Planung kann es dazu kommen, dass eine Führung, Tour oder Veranstaltung aus organisatorischen Gründen abgesagt bzw. der vorgesehene Ablauf zeitlich, örtlich oder auch inhaltlich geändert werden muss. Bei Absage einer Tour ist eine Haftung der Kammern und Büros für Schäden ausgeschlossen, es sei denn, diese sind auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Veranstalter zurückzuführen. Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Personenschäden.

PROJEKTOR

Willkommen im PROJEKTOR, zu eurem Programm am Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst!

Planen Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Bauingenieur*innen etwas, dann sprechen sie von Projekten, egal, ob es sich dabei um eine kleine Aufgabe wie ein Einfamilienhaus oder eine Innenarchitektur oder um eine große Aufgabe wie ein 245 m hohes Hochhaus, eine Brücke über die Elbe oder einen neuen Stadtteil handelt. Es geht immer darum, etwas zu entwerfen, zu zeichnen, im Modell zu bauen, was noch nicht da ist und dieses dann nach den gemachten Plänen zu bauen. Ein Projekt existiert also erst einmal nur auf dem Papier (heute eigentlich fast nur noch im Computer) und später dann in der Realität, in echt. Der Weg von der ersten Idee oder Skizze zum Bauwerk ist spannend und immer wieder ein kleines Wunder.

Elf Architektur- und Ingenieurbüros laden euch ein, bei verschiedenen Aktionen Architektur selbst zu machen, mit den Profis direkt zusammenzuarbeiten und deren Berufe kennenzulernen. Sie stehen euch Rede und Antwort und freuen sich auf eure Fragen, Meinungen und Ideen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für manche der Aktionen müsst ihr euch anmelden, für andere Aktionen könnt ihr euch anmelden, wenn ihr ganz sichergehen möchtet, dass ihr auch einen freien Platz bekommt. Was wann wo läuft – dazu findet ihr alle Informationen hier.

An diesem Wochenende könnt ihr PROJEKTOREN sein. Viel Spaß dabei!

Mit freundlicher Unterstützung des KL!CK Kindermuseums Hamburg und der Initiative Architektur und Schule der Hamburgischen Architektenkammer.

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Architektur und Stadtplanung – Projekte

Oberbillwerder

Oberbillwerder

Oberbillwerder liegt im Bezirk Bergedorf, rund 16 Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt. Es ist nicht nur Hamburgs zweitgrößtes Stadtentwicklungsprojekt, es wird auch der 105. Stadtteil der Hansestadt – und der nachhaltigste. Seit 2016 laufen die Planungen der IBA Hamburg zur Entwicklung des neuen Stadtteils. In dem Prozess mit verschiedenen Beteiligungsformaten wurde der Entwurf von ADEPT mit Karres en Brands ausgewählt, der nun für die bauliche Realisierung ab Mitte der 2020er-Jahre weiterentwickelt wird.

Bautypologie

Neuer Stadtteil

Jahr der Fertigstellung

Bauliche Umsetzung ab Mitte 2020er

Standort

Bezirk Bergedorf

Planungsbüros

ADEPT, www.adept.dk; Karres en Brands, www.karresenbrands.com

beteiligte Mitarbeiter*innen

ADEPT: Martin Laursen, Tanja Jauernig, Markus Ewald, Leon Wittmaack, Tatyana Eneva, Jens Peter Nielsen, Jana Gregorczyk
Karres en Brands: Darius Reznek, Bart Brands, Volker Lescow, Marc Rieser, Davor Dusanic  

Führungen

Markus Ewald, Jana Gregorczyk (ADEPT)

Treffpunkt

Nördlich der S-Bahn-Station Allermöhe

Termine
Bildnachweise

Abbildung 1, 4 und 5: ADEPT/Karres en Brands, Abbildung 2: IBA Hamburg /Johannes Arlt, Abbildung 3: IBA Hamburg/Bente Stachowske