Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK262.61P

Zirkuläre Sanierung beginnt vor dem Entwurf – Rollenklarheit in der Leistungsphase 0

Dienstag, 17. November 2026
9.30 bis 17.00 Uhr

NEU im Programm

Präsenz Seminar

max. 12 Teilnehmer*innen

Referenten

Christian Ritz
Berater, Trainer & Coach, Geschäftsführer WoodenValley gGmbH in Verantwortungseigentum, Stuttgart
und
Robert Böker
Strategie- & Digitalisierungsexperte, Geschäftsführer WoodenValley gGmbH in Verantwortungseigentum, Stuttgart

Umfang

8 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 205,00 €
Gäste 280,00 €
Ermäßigt 100,00 €
JM 60,00 €
ExG 100,00 €

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer KdöR
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Ob eine Sanierung tatsächlich zirkulär geplant wird, entscheidet sich häufig schon vor dem ersten Entwurf. In der Leistungsphase 0 werden Ziele formuliert, Anforderungen priorisiert, Untersuchungen veranlasst und die Grundlagen für spätere Planungsentscheidungen geschaffen. Bleiben Wünsche unverbindlich, Verantwortlichkeiten ungeklärt oder Prüfaufträge unpräzise, sind Missverständnisse, Umplanungen und ungenutzte Potenziale vorprogrammiert.

Das Seminar rückt deshalb nicht zusätzliches Fachwissen zum zirkulären Bauen, sondern die wirksame Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft sowie deren Vertretung und Architektur- und Planungsbüros in den Mittelpunkt. Vermittelt wird, wie sich Rollen, Mandate und Verantwortungsbereiche klären und allgemeine Zielvorstellungen in einen belastbaren Projektauftrag übersetzen lassen. Dabei wird zwischen Wollen, Entscheiden, Beraten, Prüfen und Planen unterschieden.
Anhand eines bewusst unvollständigen Projektauftrags werden Lücken, Widersprüche und unausgesprochene Annahmen sichtbar gemacht. Es wird erarbeitet, wie Ziele, Varianten, Prüffragen und Entscheidungskriterien eindeutig formuliert, fehlende Informationen wertschätzend angesprochen und die Konsequenzen ausbleibender Klärung für Funktion, Qualität, Kosten und Zeit transparent dargestellt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Frage, wie Akzeptanz, Priorisierung und Verbindlichkeit für kreislaufwirtschaftliche Anforderungen entstehen können.

Der Leitfaden „Zirkuläres Bauen erfolgreich umsetzen“ der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg dient als fachlicher Orientierungsrahmen und Arbeitsinstrument. Die Projektreferenz Gropius Bau zeigt, wie daraus ein projektspezifisches Rollen-, Entscheidungs- und Prozessmodell für die Leistungsphase 0 entwickelt wurde.

Kurze fachliche Impulse wechseln sich mit Reflexion, Gruppenarbeit, Fallarbeit und Gesprächssimulationen ab. Neben der formalen Projektrolle wird auch die persönliche Wirkung betrachtet: Wie spreche ich fehlende Entscheidungen an? Wie reagiere ich auf Widerstand? Und welche Perspektiven braucht das Projektteam, um zu einer klaren Strategie und verbindlichen Vereinbarungen zu gelangen?

Hinweise

das Seminar richtet sich an Architekt*innen und Ingenieur*innen, ist aber ebenso ein Angebot für Bauherr*innen und Bauherrenvertretungen sowie alle Personen, die Bauvorhaben vorbereiten, steuern, beraten oder planen.
Vertiefte Vorkenntnisse zum zirkulären Bauen und Sanieren sind nicht erforderlich!