Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK262.50P

Lebendige Stadt – Biodiversität als Planungsaufgabe Alle Potenziale in der Stadtplanung, im Freiraum und Quartier sowie am Gebäude ausschöpfen

Montag, 5. Oktober 2026
9.30 bis 17.00 Uhr

Präsenz Seminar

max. 24 Teilnehmer*innen

Referentin

Kirsten Gulau
Dipl.-Biol., Biodiversitätsexpertin in der Bau- und Immobilienwirtschaft, Fachbereichsleiterin Biodiversität, LIST Eco GmbH & Co. KG, Büro Hamburg

Umfang

8 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 175,00 €
Gäste 250,00 €
Ermäßigt 85,00 €
JM 50,00 €
ExG 85,00 €

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer KdöR
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Buchungsfrist abgelaufen

A) Biodiversität ist Querschnittsaufgabe und beginnt im Recht
Biodiversität ist verbindliche Planungsaufgabe für Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung. Dieses Tagesseminar zeigt, wie die drei Disziplinen gemeinsam mehr erreichen.
Gemeinsame Planungsgrundlagen:
A1 Warum Biodiversität jetzt Planungsaufgabe ist
A2 Rechtlicher Rahmen kompakt
A3 Biodiversität in Planungsinstrumenten und Leistungsphasen

B) Stadtplanung setzt den Rahmen und kann Biodiversität verbindlich machen
Sie kennen Festsetzungsmöglichkeiten im Bebauungsplan (§9 BauGB) und wissen, wie Sie Biodiversitätsanforderungen planungsrechtlich verankern. Sie können Biodiversitätsziele gegenüber Politik, Investor*innen und Fachplanungen vertreten und kennen typische Zielkonflikte sowie Ansätze zur Abwägung.
Biodiversität in der Stadtplanung:
B1 Instrumente der Bauleitplanung
B2 Biodiversitätsstrategie und kommunale Gesamtkonzepte
B3 Zielkonflikte und Abwägung

C) Freiräume sind mehr als Grünflächen – sie sind Lebensadern
Sie lernen biodiversitätswirksame Freiraummaßnahmen fachlich zu begründen und in Planungsunterlagen zu übersetzen. Sie lernen den Zusammenhang zwischen Einzelmaßnahme und Quartiersvernetzung (grün-blaue Infrastruktur, Biotopverbund) zu verstehen und häufige Fehlerquellen zu erkennen.
Biodiversität im Freiraum & Quartier:
C1 Vegetation, Habitatstrukturen und Boden
C2 Stadtbäume und Biodiversität
C3 Klimaresiliente und ökologisch wirksame Freiräume und Gewässer
C4 Biotopverbund und grün-blaue Infrastruktur

D) Gebäude können Lebensraum sein oder ökologische Fallen
Es werden Biodiversitätsrisiken (Vogelschlag, Lichtverschmutzung, Schächte) erläutert und wie diese vermieden werden können. Sie lernen Gebäudebrüter-Situationen zu erkennen, artenschutzrechtlich einzuordnen und notwendige Planungsschritte einzuleiten. Mit diesem Wissen können Sie Biodiversitätsleistungen gegenüber Bauherr*innen und gängigen Zertifizierungssystemen (DGNB, BREEAM) kommunizieren.
Biodiversität am Gebäude:
D1 Ökologische Fallen vermeiden
D2 Gebäudebrüter und Fledermäuse
D3 Gebäudebegrünung
D4 Biodiversität und Zertifizierung

Abschluss – Transfer und Diskussion
Sie verlassen das Seminar mit einer konkreten Handlungsoption für Ihre Praxis und haben erlebt, welchen Mehrwert interdisziplinäre Zusammenarbeit für Biodiversität in der Stadt schaffen kann.

Die wichtigsten Tools & Checklisten für den Planungsalltag
Jede*r Teilnehmer*in erhält eine kompakte Planungshilfe:
• Rechtskompakt
• Checkliste Stadtplanung
• Checkliste Freiraum
• Checkliste Gebäude