Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK262.26P

Kreislauffähige Materialien in der Raumgestaltung – Vom Baustoff zur Anwendung

Montag, 30. November 2026
9.30 bis 17.00 Uhr

NEU im Programm

Präsenz Seminar

max. 24 Teilnehmer*innen

Referentin

Dana Saez
Architektin (Universität Buenos Aires), forscht an der RWTH Aachen University, Spezialisierung auf biobasierte Materialien und nachhaltige Designinnovationen, insbesondere Verbundwerkstoffe auf Myzelbasis, Inhaberin Studio Hansen, Köln

Umfang

8 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 175,00 €
Gäste 250,00 €
Ermäßigt 85,00 €
JM 50,00 €
ExG 85,00 €

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer KdöR
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Die Baubranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Ressourcenknappheit, CO2-Emissionen und steigende Abfallmengen machen eine grundlegende Neuorientierung bei der Materialwahl unverzichtbar. Zirkuläres Bauen – mit Fokus auf Wiederverwendung, sortenreine Materialien, Rückbaubarkeit und langlebige Konstruktionen – entwickelt sich zunehmend zum Standard einer zukunftsfähigen Planung.
Im Innenraum spielt die Materialwahl eine zentrale Rolle für Wohlbefinden, Atmosphäre, Wohngesundheit und die langfristige Qualität der Gestaltung. Das Seminar stellt rund 60 innovative, kreislauffähige Materialien vor – von recycelten und biobasierten Baustoffen bis hin zu modularen, rückbaubaren Systemen – jeweils ergänzt durch Originalmuster, technische Bewertungen und praxisnahe Anwendungsszenarien.

Ein umfangreiches Seminarskript liefert vertiefendes Wissen und unterstützt die eigene Materialrecherche und -auswahl entlang zirkulärer Kriterien.

Inhalt

1. Materialherkunft und ökologische Bilanz
• Sinneswahrnehmung, Haptik, Nutzungserwartungen
• Alterungsfähigkeit, Reparierbarkeit, Rückbaubarkeit
• Materialidentität & Gestaltungspotenziale
• Materialkreisläufe, Herkunft, Rohstoffstrategien
• Einfluss von Licht, Klima und Nutzung auf Lebensdauer

2. Begriffserklärungen & Grundlagen
• Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)
• Urban Mining, Wiederverwendung, Design for Disassembly
• CO2-Bilanzierung, graue Energie, Materialpässe
• Wohngesundheit & Schadstofffreiheit
• Nachhaltigkeitszertifizierungen: DGNB, BNB, LEED, BREEAM, QNG, EPD, digitale Produktpässe

3. Materialbeispiele – vom Baustoff zur Anwendung 
Rund 60 innovative und klassische Materialien werden vorgestellt, u. a.:
• Bodenbeläge
• Produkte für Wand und Decke
• Akustikprodukte
• Holz & Holzwerkstoffe
• Plattenmaterialien
• Stoff, Leder und Verwandte
• Zukunftsmaterialien
Mit: Anwendungsbereich, technischen Kenndaten, zirkulärer Bewertung, Herstellern, usw. 

4. Materialwissen sammeln, bewerten und ordnen
• Recherchestrategien: Datenbanken, Materialbibliotheken, Urban-Mining-Pools
• Fachmessen, wissenschaftliche Quellen, Produkttransparenz
• Fach- und wissenschaftliche Literatur zu Materialien, Zirkularität und nachhaltigen Bauweisen
• Bewertungssysteme für Zirkularität
• Aufbau einer eigenen Materialkartei
• Linkliste & Ressourcen zur Produkttransparenz