Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK262.51P

BACKSTEIN! Die großen Wohnbaubestände der 1960er-Jahre energetisch sanieren - stadtbildgerecht und technisch gelungen

Mittwoch, 25. November 2026
9.15 bis 16.45 Uhr

Präsenz Seminar

max. 24 Teilnehmer*innen

Referent*innen

Dirk Henninger
Dipl.-Ing. Architekt, geschäftsführender Gesellschafter der henningerarchitekt Gesellschaft von Architekten und Ingenieuren mbH, zertifizierter Sachverständiger für hygrothermische Bauphysik und seit 2013 Qualitätssicherer Backstein, Hamburg

Petra Merten
Dipl.-Ing. Architektin, Hamburgische Investitions- und Förderbank, Abteilung Immobilienfinanzierung, Energie und Qualität

Umfang

8 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 175,00 €
Gäste 250,00 €
Ermäßigt 85,00 €
JM 50,00 €
ExG 85,00 €

Veranstalter

In Kooperation mit der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer KdöR
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Die Wohnbaubestände der 1960er in Hamburg prägen allein schon durch ihre Menge unser Stadtbild erheblich. Allerdings wird die architektonische Qualität dieser Gebäude ebenso unterschätzt wie ihre Bedeutung als ein Stück Heimat für eine sehr große Zahl von Hamburger*innen. 
Die aufgrund des Klimaschutzes notwendige energetische Sanierung im Gebäudesektor trifft hier auf einen großen Teil der Hamburger „Backsteinstadt“. Damit sind diese Bestände für das Erreichen der Klimaneutralität wie auch für das zukünftige Bild unserer Stadt von besonderer Bedeutung.
Im Mittelpunkt dieses Seminars steht daher die Frage: Wie werden wir dieser Bedeutung bei einer energetischen Sanierung solcher Gebäude gerecht?

Frau Petra Merten von der Investitions- und Förderbank Hamburg wird über die Fördermöglichkeiten von Backsteinfassaden im Rahmen der Modernisierung von vermieteten Wohngebäuden berichten. Das Backsteinverfahren als Voraussetzung zur Förderfähigkeit wird im Detail erläutert, um die Teilnehmer*innen in die Lage zu versetzen, Förderanträge entsprechend zu begleiten.
Die Förderprogramme werden im Detail vorgestellt und durch Rechenbeispiel und Förderbeispiele ergänzt.

Inhalte:

Überblick
● Einordnung Wohnbaubestände der 1960er (bauhistorisch)
● Hamburger Backsteinstadt + Präsenz der 1960er im Stadtbild
● IFB-Qualitätssicherungsverfahren Backstein bis 2025 und heute 

Porträt Gebäude der 1960er
● Einzelobjekte, Ensembles/Wohnanlagen, Quartiere
● Typische strukturelle Merkmale
● Typische konstruktive Merkmale
● Typische baualtersbedingte Schadensbilder
● Energetisches Profil / Bauphysik

Grundkonzept einer energetischen Sanierung
● Organisatorische Grundlagen 
● Energetische Bilanz – Einflussfaktoren
● Energetische Ertüchtigung der Bauteile
● Energetische Ertüchtigung der Wärmeversorgung
● Ertüchtigung der Wohnungslüftung
● Effizienzziele, Förderung + Wirtschaftlichkeit

Planerische / konstruktive Umsetzung 
● Motivation: Schadensfreiheit = Beitrag zur Nachhaltigkeit
● Dachkonstruktionen 
● Fassadenkonstruktionen 
● Details wie Fenster, Lüftungselemente, Dämmung oberste Geschossdecke und Kellerdecke
● Serielles Sanieren 

Gestalterische Umsetzung 
● Backstein = Ziegelriemchenbelag?
● Beispiele für gestaltbildende Details
● Alternativen zum Ziegelriemchen

Umsetzung auf der Baustelle
● Baustelleneinrichtung + Berücksichtigung von Baumbestand und bspw. Fledermäusen
● Ablauf der Ausführung / Einflüsse auf die Planung
● Qualitätssicherung

Zwei Projektberichte als Abschluss
● Ausgangslage, Konzept, Ausführung + Ergebnis