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Fortbildungsprogramm

zurück zur Übersicht HAK232.24P

Baugrund, Baugrube, Gründung für Architekt*innen: Die Rolle der*des Geotechnik-Ingenieur*in in den verschiedenen Leistungsphasen eines Projektes verstehen

Termin

Montag, 9. Oktober 2023
13.30 bis 18.00 Uhr

Präsenz Seminar

max. 25 Teilnehmer*innen

Referent*innen

Olaf Stahlhut

Dr.-Ing., BBI Geo- und Umwelttechnik Ingenieur- Gesellschaft mbH, Hamburg

und

Shunka Gilberg

M. Sc. Geow., BBI Geo- und Umwelttechnik Ingenieur- Gesellschaft mbH, Hamburg

Umfang

4 Fortbildungsstunden / Unterrichtseinheiten je 45 Minuten

Gebühr

Mitglieder 120,00 €

Gäste 190,00 €

Ermäßigt 55,00 €

Veranstaltungsort

Hamburgische Architektenkammer
Grindelhof 40
20146 Hamburg

Buchungsfrist abgelaufen

Architekt*innen fällt es oft schwer, geotechnische Berichte richtig zu lesen und zu bewerten. Wird geotechnischen Aspekten nicht genügend Beachtung geschenkt, kann dies zu massiven Störungen und Verzögerungen im Projektablauf sowie erheblichen Kostensteigerungen führen. Für eine erfolgreiche Abwicklung eines Bauvorhabens mit Eingriffen in den Boden ist daher ein Grundverständnis geotechnischer Berichte sowie eine konstruktive Zusammenarbeit mit und ein Verständnis der Rolle der*des Geotechnik-Ingenieur*in im Rahmen der verschiedenen Leistungsphasen geboten und hilfreich.
Im Rahmen dieses Seminars wird dargelegt, welchen Inhalt und Umfang ein Geotechnischer Bericht haben muss. Die Erstellung von „Homogenbereichen“ gemäß VOB/C gehört mittlerweile zu den geotechnischen Berichten. Mittlerweile werden jedoch zunehmend Baugrundmodelle mittels Building-Information-Modeling (BIM) erstellt. Weiterhin wird die BIM-Methode auch zunehmend für die Planung von Baugruben oder Baugrundverbesserungen verwendet. BIM-spezifische Aspekte werden aus geotechnischer Sicht diskutiert. Zudem werden die erforderlichen Untersuchungen zur Feststellung der Schadstoffbelastung des Baugrundes und der Umgang mit diesen vermittelt. Hierzu wird auf das Regelwerk LAGA M20 eingegangen und diese der am 1. August 23 in Kraft getretenen Ersatzbaustoffverordnung (EBV) gegenübergestellt. Für die Bauausführung des Spezialtiefbaus werden Hinweise für den Bauüberwacher gegeben. Außerdem werden Baugrubensysteme sowie Gründungssysteme für Neubauten oder Bestandsgebäude besprochen und es wird auf Methoden der Wasserhaltung eingegangen. In diesem Zuge werden auch bodendynamische Aspekte beim innerstädtischen Bau von Gebäuden betrachtet.

• Geotechnische Berichte (Baugrundgutachten): Umfang von Feld- und Laboruntersuchungen, Bodenverhältnisse (Bemessung nach Eurocode 7), Baugrubensicherung, Gründung, Abdichtung
• Schnittstellen zur Geotechnik in den einzelnen Leistungsphasen
• Geotechnische Fachbauüberwachung
• Baugrubensysteme mit und ohne Grundwasserabsenkung:
- Grundlagen: Interaktion zwischen Architekt*in/Tragwerksplaner*in und geotechnische*r Sachverständigen
- Wirtschaftlichkeit: Baugrubensysteme, Kosten, Zeiten
- Nachbarbauwerke: Beeinflussung, Erschütterung etc., messtechnische Überwachung
• Abfalltechnisch relevante Belastungen:
- Grundwasser- und Bodenluftbelastung: Berichtinhalte, Interpretation der Einleitparameter Methangas in Weichschichten, Gefährdungsabschätzung, Maßnahmen
- Bodenbelastungen: Relevante Regelwerke, Interpretation des Inhalts der Berichte.

LAGA M20, BBodSchV und Ersatzbaustoffverordnung: Was ist das? Unterschiede, Gültigkeiten und Anwendungsbereiche im Hinblick auf orientierende Schadstoffuntersuchungen für die Kostenschätzung und Vergabe sowie das Bodenmanagement im Zuge der Ausführung.
• Gründungssysteme für den Neubau und für Bestandsgebäude: Grundlagen, Interaktionen, Vergleich von Gründungssystemen
• Bodendynamische Aspekte beim innerstädtischen Bau von Gebäuden
• BIM aus geotechnischer Sicht