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Hamburg braucht bessere Schulgebäude! Kammer kritisiert zu geringe Schulbau-Budgets

Die Hamburgische Architektenkammer hat die zu geringen Budgets für Schulbauprojekte in Hamburg kritisiert. Eines der größten Probleme im Schulbau ist aus Sicht der Kammer die Regelung, dass die Neubau- und Sanierungsmaßnahmen zu einem garantierten Festpreis durchzuführen sind und die Budgets für die Festpreise auf Grundlage von reinen Flächenbetrachtungen und nicht standortbezogen festgelegt werden. Problematisch ist zudem, dass der Kostenkennwert, also der vorgegebene Kostenrahmen pro Quadratmeter Nutzfläche, in Hamburg gleich bleibt, ganz egal, ob es sich um einen Neubau auf der grünen Wiese oder in der hoch verdichteten Innenstadt handelt, um Klassenräume oder aufwendig ausgestattete Fachräume. Und: Hamburg liegt im bundesweiten Vergleich der Baukosten statistisch ausgewerteter realisierter Schulbauprojekte am unteren Ende. Der Mittelwert für den Neubau einer allgemeinbildenden Schule liegt bundesweit bei 2830 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche. Bezogen auf die Mietfläche beträgt der Mittelwert 2311 Euro. In Hamburg lagen die in den Architektenverträgen der letzten Jahre verankerten Kostenrichtwerte jedoch weit darunter, nämlich zwischen 1542 und 1765 Euro pro Quadratmeter Mietfläche.

Das Hamburger Abendblatt hat die Kritik der Kammer heute auf der Titelseite in einem Artikel aufgegriffen. Er ist online hier kostenpflichtig abrufbar.