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Für Mitglieder: Kammer-Mentoring geht in zweite Runde

Seit 2021 befördert die Kammer den Wissenstransfer und Austausch zwischen beruflich erfahrenen Mitgliedern und weniger Erfahrenen mit einem Mentoring-Programm. Der erste Durchlauf verläuft sehr gut. Gesucht werden nun Interessierte für eine zweite Runde - Mentor*innen und Mentees.

Mit dem Kammer-Mentoring reagiert die Kammer auf Fragen, die sich stellen, weil derzeit in vielen Büros ein Generationenwechsel ansteht und gleichzeitig zu beobachten ist, dass die Bereitschaft neue Büros zu gründen, bei den jungen Kolleginnen und Kollegen noch etwas Unterstützung gebrauchen kann: Wie können erfahrene, gestandene Planerinnen und Planer ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben? Wie können sie auch nach einer Beendigung der aktiven Berufsausübung weiter auf dem Laufenden darüber bleiben, was die Nachfolgenden interessiert und umtreibt? Wie können junge Kolleginnen und Kollegen motiviert werden, beruflich mehr Verantwortung zu übernehmen?

Das Mentoring-Programm der Kammer nimmt sich dieser Fragen an und initiiert, dass sich der Berufsstand auch generationenübergreifend intensiver vernetzt und austauscht. Ziel des Mentorings ist es, dass einzelne zum Wohle des gesamten Berufsstands eine Stärkung erfahren, so dass sie im Büro-Alltag und beim Schaffen von gebauter, gestalteter Umwelt mehr Verantwortung übernehmen können. Die berufliche Stärkung und Entwicklung junger Kammermitglieder sollen gefördert werden. Den Mitgliedern sollen bessere Berufschancen eröffnet werden und mehr Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen auf diese Weise auch in führende Positionen gebracht werden.

Ablauf des Mentorings
Nachdem der erste Durchlauf im Sommer 2021 mit sechs Paaren erfolgreich gestartet ist, bietet die Kammer nun erneut Mitgliedern, die Interesse haben, an dem Mentoring teilzunehmen, die Möglichkeit, sich zu melden. Nach einer Bewerbungsphase und einem professionell begleiteten sog. Matching-Prozess werden die Mentees mit einer passenden Mentorin oder einem passenden Mentor zusammengeführt. Das Matching bezeichnet dabei den Abgleich von Erwartungen und Erfahrungen sowie von persönlichen Eigenschaften und Kompetenzen potentieller Mentees und Mentor*innen. Es geht darum, anhand von Bewerbungsunterlagen und Vorgesprächen "Mentoringpaare", sog. Tandems, zu bilden, die anschließend gemeinsam in den Austausch eintreten. Geplant sind dann ca. alle sechs bis acht Wochen Mentoringgespräche, die die Mentoringpaare eigenständig gestalten, wobei sie von einem Projektkoordinator der Kammer unterstützt werden. Das Mentoring umfasst eine Laufzeit von etwa achtzehn Monaten beginnend voraussichtlich ab Winter 2022.

Werden Sie Mentor*in oder Mentee
Alle Beteiligten müssen Mitglieder der Kammer sein. Potentielle Mentor*innen und Mentoren sollten über mindestens zehn Jahre Leitungserfahrung verfügen sowie die Bereitschaft mitbringen, sich regelmäßig ca. alle sechs bis acht Wochen ehrenamtlich im Mentoring zu engagieren und Mentoringgespräche zu führen. Voraussetzung für potentielle Mentees ist, dass sie ihre Karriereplanung aktiv angehen wollen. Das meint etwa Personen, die vor der Entscheidung stehen, ein eigenes Büro zu gründen (auch in Teilhaberschaft), oder die eine leitende Planungsaufgabe, mehr Teamverantwortung oder eine Führungsaufgabe vorzugsweise in einem Architekturbüro übernehmen möchten. Die Mentees sind zudem diejenigen, die Termine koordinieren sowie Themenvorschläge und Fragestellungen für die Gespräche entwickeln. Darüber hinaus werden kontinuierliche Rückmeldungen der Mentees an die Projektkoordination der Kammer erwartet, um die Begleitung des Mentorings zu gewährleisten.

Wir freuen uns über Ihre Interessenbekundung. Schreiben Sie uns hierfür eine E-Mail. Wir stehen für Rückfragen und detailliertere Informationen etwa zum Ablauf, Zeitaufwand des Mentorings sehr gern zur Verfügung!