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Ausstellung zum Werk des kolumbianischen Architekten Rogelio Salmona (1929 – 2007)

Ab den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts machte sich eine junge Generation von Architekten im Kolumbiens Hauptstadt Bogotá daran, die lange lokale Tradition des Bauens mit Backstein mit einer klassisch modernen Formensprache zu verbinden. Wie in Hamburg ein Vierteljahrhundert zuvor, entwickelte sich daraus eine eigene örtliche Ausprägung der Moderne in Backstein.
Zu den herausragenden Vertretern dieser Generation gehört der 1929 in Paris geborene Architekt Rogelio Salmona. Salmona studierte in Bogotá und arbeitete in 50er Jahren im Büro von Le Corbusier. Ende der 50er Jahre kehrte er nach Kolumbien zurück und entwickelte sich dort zu einem einflussreichen Planer und Theoretiker. In der Architektur war der Backstein das von Salmona favorisierte Material. Dessen Farbigkeit und Plastizität verstand er in komplexen Raumkompositionen virtuos ins Licht zu setzen. Er bezog seine Entwürfe immer bewusst auf die Landschaft und den urbanen Kontext. Für Stadtbild und Stadtentwicklung Bogotás wird ihm dort eine Bedeutung zuerkannt, wie sie Fritz Schumacher für Hamburg besitzt. Salmona hat an der Universidad Nacional und an der Universidad de los Andes gelehrt und dort, wie in seinem Wirken generell, Architektur und Stadtentwicklung immer auch unter ethischen, gesellschaftlichen und politischen Gesichtspunkten betrachtet und betrieben.
In Bogotá hat sich die Fundación Rogelio Salmona der Pflege, Forschung und Bekanntmachung des Werkes von Rogelio Salmona verschrieben. In einer für das Instituto Cervantes Hamburg konzipierten Ausstellung bietet sich erstmals in Hamburg die Gelegenheit, das Werk dieses bedeutenden kolumbianischen Architekten und Stadtplaners in Fotografien, Modellen und Filmen kennen zu lernen.

Ort:
Instituto Cervantes Hamburg, Chilehaus Eingang B, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

Öffnungszeiten:
4. April bis 11. Mai 2018, Mo – Do 10.30 – 18.30 Uhr und Fr 10.00 -14.30 Uhr

Vernissage:
4. April 2018, 17.30 Uhr

Flyer