Praktische Tätigkeit / Außerordentliche Mitgliedschaft (Absolventen)

Anzeige der praktischen Tätigkeit unter Aufsicht

Absolventen eines Studiums an einer deutschen Hochschule, die in die Architektenliste in Hamburg eingetragen werden möchten, müssen ihre praktischen Tätigkeit vor Beginn und bei jeder Änderung bei der Architektenkammer anzeigen.

Die Regelungen für die Anzeigepflicht finden Sie in der Verordnung für den Bereich der praktischen Tätigkeit von Architektinnen und Architekten unter Aufsicht

Nicht betroffen sind

  • die Fachrichtungen Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung,
  • alle Absolventen eines gleichwertigen ausländischen Studiums (§ 4 Abs. 2 HmbArchtG) und
  • alle Absolventen die nach dem Studium bereits bis zum 18. Januar 2016 eine praktische Tätigkeit aufgenommen haben.

Hier finden Sie das Anzeigeformular zur praktischen Tätigkeit unter Aufsicht mit den Informationen zum Thema.

Gesetzliche Grundlagen:

  • Hamburgisches Gesetz über die Fortentwicklung des Anerkennungsverfahrens für ausländische Berufsqualifikation, vom 15. Dezember 2015 (HmbGVBl. S. 362)
  • Verordnung für den Bereich der praktischen Tätigkeit von Architektinnen und Architekten unter Aufsicht, vom 12. April 2016 (HmbGVBl. S. 176) 

Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der außerordentlichen Mitglieder

In das Verzeichnis der außerordentlichen Mitglieder können Personen eingetragen werden, die nach erfolgreich abgeschlossenem vierjährigem Hochschulstudium in der Fachrichtung Architektur oder dreijährigem Hochschulstudium in der Fachrichtung Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung eine nachfolgende praktische Berufstätigkeit in derselben Fachrichtung ausüben, allerdings nur wenn sie noch keine 2 Jahre berufstätig gewesen sind (§ 13 Abs. 1 HmbArchtG). Sobald zwei Jahre Berufstätigkeit erreicht wurden endet die außerordentliche Mitgliedschaft. Es muss dann die Eintragung in die Architekten- oder Stadtplanerliste beantragt werden, wenn die Mitgliedschaft fortgeführt werden soll.

Eine Eintragung ist nur möglich, wenn der Bewerber einen Wohnsitz, eine Niederlassung oder seinen Dienst- oder Beschäftigungsort im Land Hamburg hat.

Für die Bearbeitung des Antrages wird nach Kostenordnung eine Gebühr in Höhe von € 80 mit der Antragstellung fällig. Nach Antragseingang erhalten Sie einen Zahlungshinweis. Wird ein Antrag auf Aufnahme in das Verzeichnis der der außerordentlichen Mitglieder der Hamburgischen Architektenkammer mit einer Anzeige über den Beginn der praktischen Tätigkeit unter Aufsicht verbunden, wird lediglich eine Gesamtgebühr in Höhe von 80 Euro erhoben.

Antragsunterlagen

Für einen Antrag auf Eintragung sind die folgenden Unterlagen (Ziff. 1-6) möglichst lose (bitte nicht in Folien, Mappen/Ordnern und ohne Klammern/Heftungen) und auf einseitig bedruckten A4-Seiten einzureichen, so dass das automatische Scannen der Dokumente möglich ist. Sie erhalten diese Unterlagen nicht zurück. 

  1. Antrag auf Eintragung im Original. Datum und Unterschrift nicht vergessen!
  2. Personalausweis, beide Seiten (oder Pass mit Meldebestätigung) in Kopie.
  3. Beruflicher Lebenslauf auf einer Seite, der nur eine lückenlose chronologische Aufstellung der Berufstätigkeit nach Abschluss der Hochschulausbildung beinhalten muss, jeweils unter Angabe des Arbeitgebers, Beginn und Ende, sowie der Art der Tätigkeit. Bitte geben Sie auch Zeiten an in denen Sie nicht in der beantragen Fachrichtung (z.B. wg. Arbeitslosigkeit) tätig waren. Datum und Unterschrift nicht vergessen!
  4. Arbeitszeugnis zum Nachweis der praktischen Tätigkeit zum Zeitpunkt der Antragstellung im Original oder als beglaubigte Kopien. Das Arbeitszeugnis muss dokumentieren, dass der Bewerber in dem in § 1 HmbArchtG umschriebenen Aufgabenbereich der beantragten Fachrichtung (z.B. Architektur = Planung von Bauwerken) tätig ist.
  5. Nachweis der Titel, akademischen Grade oder Amtsbezeichnungen durch amtlich beglaubigte Kopien der Ernennungs- oder Verleihungsurkunden (z.B. Diplomurkunde, Master- und Bachelorurkunde, Verbeamtung, Verleihung Bauassessor). 
  6. Nachweis der Hochschulausbildung durch amtlich beglaubigte Kopien des Abschluss-/ Prüfungszeugnisses. Bei Masterstudiengängen reichen Sie bitte auch das Zeugnis des vorangehenden Abschlusses in beglaubigter Kopie ein.

Amtliche Beglaubigungen können in den Bezirksämtern (T 040 42828-0 oder dibis.hamburg.de) oder direkt bei der Architektenkammer (bitte Termin unter eintragung.akhh.de vereinbaren) angefertigt werden.

Bei weiteren Fragen zum Eintragungsverfahren erreichen Sie Herrn Heymann per E‑Mail an eintragung@akhh.de oder unter T 040 441841‑40.

Mit der Eintragung in das Verzeichnis der außerordentlichen Mitglieder ist eine Pflichtmitgliedschaft in der Architektenkammer und eine Pflichtteilnahme an dem Versorgungswerk der Architekten verbunden. Durch die Mitgliedschaft in der Architektenkammer wird dann ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von € 50 im Jahr fällig. Unter beitrag.akhh.de finden Sie die aktuelle Beitragsordnung der Architektenkammer. Eigenverantwortliche Mitglieder sind zudem verpflichtet eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Informationen zur Versicherungspflicht erhalten Sie unter recht.akhh.de auf unserer Informationsseite.

Ausländische Bildungs- und Praxisnachweise

Bei allen Unterlagen in nichtdeutscher und nichtenglischer Sprache ist eine Übersetzung von einem in Deutschland öffentlich bestellten Dolmetscher beizufügen. Ein Verzeichnis der in Deutschland öffentlich bestellten und allgemein vereidigten Dolmetscher und Übersetzer finden Sie unter www.justiz-dolmetscher.de im Internet.

Die automatische Anerkennung europäischer Hochschulabschlüsse für die Fachrichtung Architektur ist oft durch die Regelungen der EU-Richtlinie 2005/36 möglich, die im Internet unter eur-lex.europa.eu einsehbar ist. Zum Teil sind die in der Richtlinie festgelegten zusätzliche Bescheinigungen aus dem Herkunftsland des Abschlusses notwendig (siehe Anhang 5.7.1. der Richtlinie).

Bei Ausbildungen in den Fachrichtungen Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung und bei Ausbildungen in der Fachrichtung Architektur die nicht automatisch nach EU-Richtlinie 2005/36 anerkannt werden können bzw. von Hochschulen außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums stammen, ist grundsätzlich die Gleichwertigkeit der Ausbildung nachzuweisen. Eine Liste der in der Bundesrepublik Deutschland bereits grundsätzlich geprüften ausländischen Hochschulausbildungen finden Sie zur Orientierung unter anabin.kmk.org auf den Seiten der Kultusministerkonferenz. Wir empfehlen zusätzlich die von der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz unter www.kmk.org angebotene Zeugnisbewertung für ausländische Hochschulqualifikationen zu beauftragen und hier mit dem Antrag vorzulegen.

Information zur Pflichtteilnahme am Versorgungswerk

Alle in Hamburg eingetragenen Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner sind, soweit dies die Satzung des Versorgungswerkes vorsieht, Pflichtteilnehmer des Versorgungswerkes der Architektenkammer Baden Württemberg, dem sich die Hamburgische Architektenkammer angeschlossen hat.

Nach Beginn der Mitgliedschaft in Hamburg informiert die Architektenkammer das Versorgungswerk. Das Versorgungswerk wendet sich dann direkt an das Mitglied, um die Teilnahme am Versorgungswerk zu regeln. Sollten Sie vorab weitere Fragen zu der zukünftigen Regelung Ihrer Rentenversorgung haben, wenden Sie sich bitte direkt an:

Versorgungswerk der Architektenkammer Baden-Württemberg
T 0711 23874-0, www.vwda.de

Deutsche Rentenversicherung Bund
T 0800 10004800, www.deutsche-rentenversicherung.de