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Wichtige Online-Befragung zur „Multi-Risk-Versicherung“: Teilnahme bis 31. Oktober möglich!

Die Architekten leiden oft unter den Folgen der sog. Gesamtschuld, wonach sowohl Bauleistende als auch Architekten für einen Mangel des Bauwerks haften. Obwohl dabei aber ein Ausführungsmangel des Bauunternehmens und z.B. ein Bauleitungsfehler des Architekten zusammentreffen, haftet häufig de facto allein die Architekten, weil nur sie eine „einfach“ in Anspruch zunehmende Versicherung für die von ihnen produzierten Mängel haben müssen. Das treibt vor allem die Versicherungsprämien für die Architekten in die Höhe. Deshalb ist es wichtig, dass – auch aufgrund entsprechend beharrlicher Arbeit der Architektenkammern – zur Verbesserung der Situation das Bundesjustizministerium einen Forschungsauftrag mit dem sperrigen Titel „Rechtstatsächliche Untersuchung zu den Möglichkeiten der Ausgestaltung einer verpflichtenden Absicherung der Ansprüche des Bestellers einer Bauleistung auf Fertigstellung und Mangelgewährleistung“ erteilt hat. Insbesondere soll untersucht werden, ob eine sog. Multi-Risk-Versicherung – entweder abgeschlossen vom Bauunternehmen oder vom Bauherrn – wirtschaftlich weniger belastend für die beteiligten Parteien wäre und wie sie realisiert werden könnte. Insgesamt soll also mit diesem Forschungsvorhaben ermittelt werden, ob durch andere als die bisher üblichen Absicherungen bei einem Bauvorhaben neue Lastenverteilungen möglich wären, was u.U. auch den Architekten zu Gute kommen könnte.

Architekten sind deshalb, genauso wie die anderen Baubeteiligten, aufgerufen, ihre praktischen Erfahrungen in das Forschungsvorhaben einzuspeisen. Eine große Chance, die genutzt werden sollte! Nur mit einer breiten Datenbasis lassen sich zuverlässige Aussagen treffen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, bis zum 31.10.2017 den Fragebogen für Architekten, Bauingenieure und Sachverständige auszufüllen. Sie finden ihn hier

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!