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„Architektur schafft Lebensqualität“ – Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2017 am 24. und 25. Juni

Mit 64 verschiedenen Angeboten ist das Programm zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst in Hamburg in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor. Alleine 40 Projekte werden von Architekten und Stadtplanern vorgestellt. Darunter sind dieses Mal sieben Schulen und sieben Bürogebäude, drei Gebäude für kulturelle Nutzungen, Bauten für einen Friedhof sowie ein Kolumbarium, elf Wohnungsbauvorhaben, vier Park- und Freiraumplanungen, ein Kindergarten, ein Hotel, zwei Häuser für universitäre Nutzungen, vier Quartiersplanungen und ein Gemeindehaus.

Neue Rubrik „Zeitzeugen“
Neu im Programm ist die Rubrik „Zeitzeugen“. In dieser Kategorie führen Architekten und Stadtplaner zu Projekten, die Sie vor mindestens einem Vierteljahrhundert geplant haben. Mit dem entsprechenden Abstand zum eigenen Werk erläutern die Planer ihr Werk aus der Entstehungszeit heraus. Mit diesem Format sind auch die „jüngeren“ Kollegen angesprochen. In den hier verhandelten Jahrzehnten vollzog sich der Übergang von der Spätmoderne zur Postmoderne und dann wiederum die Abkehr von deren ostentativen Diktion. Einher ging damit eine Veränderung der Wahrnehmung und des Umgangs mit der Stadtstruktur sowie Architektur des 19. Jahrhunderts und der Jahrhundertwende. Es war die Zeit vor dem Einzug von CAD in den Alltag der Planer sowie die Zeit der alten Bundesrepublik und der ersten Nachwendejahre. Die Teilnehmer werden aus erster Hand und am gebauten Beispiel Interessantes und Atmosphärisches aus Jahrzehnten des Bauens erfahren, die Vielen noch sehr präsent sein dürften, die unterdessen jedoch Teil der Bau-Geschichte sind. Zum Auftakt in diesem Jahr enthält die Rubrik Führungen zum Gerhart-Hauptmann-Platz, zum Rathausmarkt, zum Biozentrum Klein Flottbek, zum Gemeindezentrum Steilshoop und zur Stadterneuerung in St. Georg.

Ingenieurbaukunst
Einen starken Auftritt haben in diesem Jahr auch die Ingenieurbüros. Sie sind mit acht Projekten im Programm vertreten: darunter die komplexe Baugrube und Statik der „Kranbauten“ in der Mitte Altona, die „Intelligent Quarters“ in der HafenCity (deren Wohngebäude über Federn von der darunter verlaufenden U-Bahn-Trasse schallentkoppelt wurde), Ingenieurbauwerke wie Stützwände, Brücken, Treppen und Rampen im Lohsepark und am Baakenhafen (Hafencity), Verfahren experimenteller Statik im Projekt „Revitalisierung Bieberhaus“, besondere Bodenbewehrungsmaßnahmen am Himmelsberg im Baakenhafen und das Akustikkonzept im resonanzraum im Feldstraßenbunker. Und auch die Elbphilharmonie wird nicht fehlen. Hier werden u.a. der Projektleiter von Herzog & de Meuron sowie Heinrich Schnetzer von dem Baseler Ingenieurbüro Schnetzer Puskas International Führungen anbieten. Schnetzer Puskas Ingenieure haben die hochkomplexe Tragstruktur der Elbphilharmonie entwickelt.

Programm als Heft oder Download
Das zugehörige Programmheft wird ab Anfang Juni in der Geschäftsstelle der Hamburgischen Architektenkammer und an verschiedenen Orten in der Stadt (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, HafenCity Infocenter im Kesselhaus, Bücherhallen, Museen, Bürgerhäuser…) zur kostenlosen Mitnahme ausliegen. Auch hier auf der Website der Hamburgischen Architektenkammer wird es als Download zur Verfügung stehen. Das gesamte bundesweite Programm des Tags der Architektur ist über die App „Tag der Architektur“ abrufbar, die ebenfalls kostenfrei bei Google-Play oder im App-Store herunterladbar ist.

Anmeldung zu geführten Touren
An den von den Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und Ingenieuren geführten Touren zu deren Projekten kann der Besucher ohne vorherige Anmeldung teilnehmen (Ausnahmen bilden hier die Angebote zur Elbphilharmonie). Nur die Teilnahme an den geführten Touren zu bauhistorischen und aktuellen Themen erfordert zuvor eine Anmeldung über die Website der Hamburgischen Architektenkammer.